"Geliebte Schnulzen"

Herbstkonzert am 30. September 2018 um 16.00 Uhr im Vereinshaus Mahlow, Immanuel-Kant-Straße 3-4
Der Eintritt ist frei

"Geliebte Schnulzen", dieses Wort wird oft als abfällig empfunden, oft spöttisch belächelt. Warum eigentlich? Hören die meisten Menschen diese "Ohrwürmer" nicht sehr gerne? Singen nicht alle Schlagergrößen diese Lieder, die uns manchmal nicht aus dem Kopf gehen wollen? Und tanzt man nicht besonders gern zu diesen einschmeichelnden Klängen?

Also haben wir, d.h. unser Chorleiter Hans-Joachim Straub, eine Anzahl dieser eingängigen Melodien in unser Programm aufgenommen. Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt,,,,,,, wer kennt diese Melodie nicht, einst von Rudi Schurike gesungen? Auch die folgenden Musikstücke, "Tränen lügen nicht", "Die Glocken von Isola Bella", "Sierra Madre", "Ach ich hab in meinem Herzen", "Ich bin kein Bajazzo" u.a. erkennt man sofort und ist versucht sie mitzusummen.

Doch Abwechslung tut immer gut und so haben wir in unserem Programm die sehr junge Sängerin Anastasia bei uns, die "Die Forelle" (Franz Schubert) glänzen lassen möchte. Und wir haben einen jungen Mann, Carlo Schmitz, der uns aus der Welt der Klassik das "Fischermädchen" (Franz Schubert) und aus der Zauberflöte "Papagena, Papagena" vortragen wird. Carlo hat den 4. Platz im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" erreicht und beginnt demnächst sein Gesangstudium an der Hans-Eisler-Musikhochschule. Anastasia wie auch Carlo sind zur Zeit Schüler unseres Chorleiters. Eine kleine Gruppe unseres Chores wird überaschen mit den Liedern "My heart will go on" und "You raise me up". Natürlich singen wir, zu der Jahreszeit passend, auch wunderschöne Herbstlieder.

Vor dem Konzert werden im Foyer Kaffee und Kuchen und andere erfrischende Getränke angeboten.

Wir hoffen, an alles und an alle gedacht zu haben und erwarten gern viele viele Zuhörer, denn ohne sie geht gar nichts.

Text: Helga Brandt
Plakatgestaltung: Helga Brandt

Beitrag folgt in Kürze

28. Juli 2018 Chorausflug durch die Schorfheide mit der "Schippelschute"

"Woher kommt nur der lustige einprägsame Name "Schippelschute", fragten wir uns. Die Antwort, ganz einfach: Familie Schippel betreibt diese Schute.

Familie Schippel erwartete uns an der Anlegestelle Hubertusmühle und los ging die Fahrt durch den Finowkanal. Das Thermometer zeigte 33 Grad. Gott sei Dank ist die Schippelschute überdacht und so glitten wir sonnengeschützt durch die Naturbelassenheit des Kanals. Wir staunten über die historische Schleuse, wo der Schleusenmeister noch per Kurbel die Schütze zieht und das Tor öffnet. Man kann, so Frau Schippel, den Biberfraß an den Ufern, mit etwas Glück den Eisvogel im Sturzflug und den Graureiher beobachten. Auch schon selten gewordene Pflanzen, wie Pfeilraut, Schwanenblume oder Wasserdost kann man bei genauem Hinschauen entdecken. Ja, hier sei die Welt noch in Ordnung, so Frau Schippel. Sie erwähnte in ihrem interessanten Vortrag, den sie humorvoll zwischen Auf- und Abräumen und Bewirtung der Gäste hielt, dass die Schippelschute den wildromantischen Abschnitt des über 400 Jahre alten Finowkanals zwischen Finow und Zerpenschleuse befährt.


Unbedingt erwähnen sollte ich noch, dass wir während dieser herrlichen Fahrt einen leckeren Flößertopf genießen konnten.
Mit Lachen, Schwatzen, Lauschen und Singen, unsere Sangesschwester Evelyn Salm brachte ihre Gitarre mit, verging die dreistündige Floßfahrt viel zu schnell. Die Heimfahrt musste angetreten werden. Doch zwei schöne Dinge erwarteten uns noch. Zum einen die Einkehr in ein schönes Café in Liepe, zum anderen ein kurzer Stopp an dem hochinteressanten Schiffshebewerk Niederfinow. Es ist das älteste, am 21. März 1934 in Betrieb genommene, noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Das neue, noch im Bau befindliche Schiffshebewerk, soll im Jahr 2019 fertig gestellt werden.

Ein herzlicher Dank geht an unsere Chorschwester Gisela Schubert, die diese schöne, interessante, lehrreiche Fahrt organisierte.

Text und Bilder: Helga Brandt

WILDAU SINGT
Chorfest des Sängerkreises Königs Wusterhausen
26. Mai 2018

Wildau ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spree in Brandenburg. Bekannt ist die Stadt vor allem durch die ansässige Technische Hochschule Wildau, die denkmalgeschützte
Schwarzkopff-Siedlung und das Einkaufszentrum A10-Center.


Hier nun fand das Chorfest des Sängerkreises Königs Wusterhausen statt. Rund 400 Sängerinnen und Sänger und andere Musikanten wurden erwartet. Los ging es um 10.00 Uhr im großen Saal des Volkshauses und in drei weiteren Auftrittsorten.
16 Chöre sangen mit Begeisterung ihre schönsten Lieder. So auch wir, der Frauenchor Mahlow. "One Way Wind", "Küss mich, halt mich, lieb mich", "Sag mir, wo die Blumen sind", "Ein Lied kann eine Brücke sein", "Ich wollte nie erwachsen sein". Besonderen Spaß hatten wir und auch unsere Zuschauer mit den Liedern, "Tanz mit mir" und "Schuld war nur der Bosa Nova". Unser Chorleiter, Hans-Joachim Straub, begleitete uns bei dem Lied "Tanz mit mir" auf der Flöte und mit deftigem Gesang (so wie es der Text erfordert). Wir sangen und tanzten um ihn herum. Beim Bosa Nova tanzte eine kleine Gruppe unseres Chores in line-dance Formation zu der altbekannten Melodie.


Dieses wunderbare Chorfest zeigte wieder einmal. Unsere Chöre der Region können sich sehen und hören lassen, sie sind einfach große Spitze.


Text: Helga Brandt

Foto: Virginia Schraps

Nachruf Horst Gebauer

+ 10. Mai 2018

Wenn jemand sagt, sein Leben gehörte der Musik, genauer gesagt, den Chören und der Chormusik, dann trifft das haargenau auf unseren Horst zu. Sein Leben waren seine 16 Chöre des - vor wenigen Jahren noch - existierenden Sängerkreises Zossen, dessen Vorsitzender er war. Als er dieses, von ihm mit Leib und Seele, Herz und Verstand geführte Amt abgab und kurz darauf der Sängerkreis Zossen auseinanderbrach, brach auch ein Stück seiner Lebensfreude, ein Stück seiner Lebenslust ab.
Für uns, den Frauenchor Mahlow, war Horst ein jahrzehntelanger Wegbegleiter, ein Kümmerer, ein Kritiker, ein Sorger, ein Mahner, ein aufmerksamer Freund und - das war er ganz bestimmt - ein Fan des Frauenchores Mahlow. Keine Jahreshauptversammlung ohne ihn, ohne seine teils lobenden, teils kritischen Anmerkungen. Kein Konzert ohne ihn. Der Platz in der 1. Reihe auf der rechten Seite, der gehörte ihm.
Für wie viele schöne Stunden sind ihm die Chöre der Region dankbar, die er im "Fest des Liedes" zusammenführte, Wer ihn bei der Vorbereitung dieser Feste begleitete, weiß, dass hier ein Organisationstalent gefragt wurde. Die Vorbereitungen jedes einzelnen Festes dauerten Monate. Der Erfolg für Horst jedes Mal grandios, Viele wollten ihm die Hand schütteln oder ihm auf die Schulter klopfen, Er genoss es sehr.
Jedem Chor, so auch dem Frauenchor Mahlow, gab er das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Er geizte nie mit Lob und Anerkennung.
Wir sind froh, dass wir unseren Horst, unser Ehrenmitglied, noch einmal glücklich machen konnten. Wir besuchten ihn im Krankenhaus. Er - der eigentlich nicht mehr so recht aufstehen wollte - ließ sich anziehen und fein machen und kam zu uns in den Raum, in dem wir für ihn singen durften. Strahlend, strahlend. Wir sangen für ihn und er sang mit.  Wir umarmten ihn fest und er wollte keine von uns loslassen. Er lächelte wohl noch, als wir alle schon Zuhause waren.
Ja, mein lieber Horst, alles gut gemacht in Deinem langem Leben, das 92 Jahre währte. Wir denken an Dich und wünschen Dir, wenn es nicht zu verrückt klänge, einen Himmelschor. Das wäre etwas für Dich.

Helga Brandt für den Frauenchor Mahlow