28. Juli 2018 Chorausflug durch die Schorfheide mit der "Schippelschute"

"Woher kommt nur der lustige einprägsame Name "Schippelschute", fragten wir uns. Die Antwort, ganz einfach: Familie Schippel betreibt diese Schute.

Familie Schippel erwartete uns an der Anlegestelle Hubertusmühle und los ging die Fahrt durch den Finowkanal. Das Thermometer zeigte 33 Grad. Gott sei Dank ist die Schippelschute überdacht und so glitten wir sonnengeschützt durch die Naturbelassenheit des Kanals. Wir staunten über die historische Schleuse, wo der Schleusenmeister noch per Kurbel die Schütze zieht und das Tor öffnet. Man kann, so Frau Schippel, den Biberfraß an den Ufern, mit etwas Glück den Eisvogel im Sturzflug und den Graureiher beobachten. Auch schon selten gewordene Pflanzen, wie Pfeilraut, Schwanenblume oder Wasserdost kann man bei genauem Hinschauen entdecken. Ja, hier sei die Welt noch in Ordnung, so Frau Schippel. Sie erwähnte in ihrem interessanten Vortrag, den sie humorvoll zwischen Auf- und Abräumen und Bewirtung der Gäste hielt, dass die Schippelschute den wildromantischen Abschnitt des über 400 Jahre alten Finowkanals zwischen Finow und Zerpenschleuse befährt.


Unbedingt erwähnen sollte ich noch, dass wir während dieser herrlichen Fahrt einen leckeren Flößertopf genießen konnten.
Mit Lachen, Schwatzen, Lauschen und Singen, unsere Sangesschwester Evelyn Salm brachte ihre Gitarre mit, verging die dreistündige Floßfahrt viel zu schnell. Die Heimfahrt musste angetreten werden. Doch zwei schöne Dinge erwarteten uns noch. Zum einen die Einkehr in ein schönes Café in Liepe, zum anderen ein kurzer Stopp an dem hochinteressanten Schiffshebewerk Niederfinow. Es ist das älteste, am 21. März 1934 in Betrieb genommene, noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Das neue, noch im Bau befindliche Schiffshebewerk, soll im Jahr 2019 fertig gestellt werden.

Ein herzlicher Dank geht an unsere Chorschwester Gisela Schubert, die diese schöne, interessante, lehrreiche Fahrt organisierte.

Text und Bilder: Helga Brandt