Leserbrief zum Weihnachtskonzert des Frauenchores Mahlow an die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ)

Frauenchor feiert "Weihnachten in Familie"

Zu einer festen Mahlower Tradition gehört, dass der Frauenchor Mahlow - dieses Jahr zauberhaft in Schwarz-Rot-Töne gehüllt (eine Augenweide) - am 3. Adventssonntag sein festliches Weihnachtskonzert gibt. Und dieses Mal konnte sich das Publikum davon überraschen lassen, wie der Chor "Weihnachten zu Haus" feiert, nämlich ganz "in Familie" mit "Weihnachtsbäckerei" und anheimelnden Zither-Klängen. Schon bei den ersten Liedern der anmutig anzuschauenden Damen kam Weihnachtsstimmung auf, denn die Frauen singen nicht einfach nur, sondern transportieren ihre Lieder in die Herzen der Zuhörer, dass es eine wahre Freude ist. Und als Elfriede Lenk auf ihrer Zither bekannte Weihnachtsmelodien zu Gehör brachte, stimmte das Publikum auch schon mit ein, so dass man doch tatsächlich ein bisschen das Gefühl hatte, in einer verschneiten Berghütte mit gemütlich prasselndem Kaminfeuer zu sein.
Sie begleitete auch sehr einfühlsam Hans-Joachim Straub, der mit einer bisher ungeahnt zarten Stimmgebung die andächtigen Zuhörer mit "Guten Abend, gut Nacht" beinahe in den Schlaf wiegte - wie wunderbar!
Doch schon nahte der nächste Höhepunkt: der junge Musikstudent Carlo Schmitz, den der FCM sich bereits das  zweite Mal als Gast einlud, faszinierte nicht nur mit sanft-zartschmelzender Stimme, sondern überzeugte auch mit Ausstrahlung und Entertainment. Selbstredend bot er italienische Arien dar - Giordanis "Caro mio ben" und Tostis "Non´tamo piu" - schließlich hat er italienische Wurzeln. Bestimmt darf man sich im nächsten Jahr wieder auf ihn freuen. Die gefühlvolle Begleitung am Flügel übernahm Nathanael Petri. Auch den Frauen ist er seit Jahren ein zuverlässiger "Begleiter".
Jedes Jahr läßt sich der FCM etwas Neues einfallen. Herrlich erfrischend moderiert von Christiane Horst und Eva Kathe. Und einmal mehr bewiesen die Frauen schauspielerisches Talent und die Freude an darstellender Präsentation ihrer Lieder, als sie die Bühne flugs in eine "Weihnachtsbäckerei" verwandelten mit Tisch, Schüsseln und Nudelholz. Auch der 4-jährige Enkel einer Sangesschwester gesellte sich dazu und sang kräftig mit.
Wer jetzt immer noch nicht in Weihnachtsstimmung war, wurde  spätestens bei der weihnachtlichen "3-Haselnüsse-für-Achenbrödel"-Interpretation in den Bann der Weihnacht gezogen, so dass nun auch der letzte Zuhörer die Zugabe "O du fröhliche" voller Inbrunst mitsang.
Ein herzlicher Dank allen Mitwirkenden und ein frohes Fest!

Dagmar Parchmann, Berlin